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Dropshipping und MwSt: Ein kompletter Leitfaden für Online-Händler

Dropshipping ist ein beliebtes Geschäftsmodell: Sie verkaufen Produkte über Ihren Webshop (z.B. Shopify), aber der Lieferant (oft in China über AliExpress oder Oberlo) versendet das Paket direkt an den Kunden. Sie benötigen keinen Lagerbestand und tragen wenig Risiko. Aber steuerlich ist Dropshipping komplex. Wie sieht es mit der MwSt aus? Wer zahlt die Einfuhrzölle? Und wie erstellt man eine korrekte Rechnung? In diesem Artikel erklären wir es im Detail.

28.1.2025 9 Min. Lesezeit Dropshipping

Beim Dropshipping sind Sie als Verkäufer MwSt-pflichtig, auch wenn der Lieferant direkt versendet. Bei Sendungen aus Nicht-EU-Ländern fallen zusätzlich Einfuhrzölle an.

Dropshipper sind unsicher über MwSt-Pflichten bei Lieferungen aus Drittländern und innerhalb der EU. Dieser Leitfaden erklärt alle MwSt-Regeln für Dropshipping und zeigt, wie Winkel Factuur die korrekte MwSt automatisch berechnet.

Zusammenfassung

  • Beim Dropshipping sind Sie als Verkaeufer MwSt-pflichtig, auch wenn der Lieferant direkt an den Endkunden versendet.
  • Seit Juli 2021 ist die Befreiung fuer Kleinsendungen unter 22 Euro entfallen — fuer jede EU-Einfuhr muss MwSt gezahlt werden.
  • Mit dem IOSS-Verfahren berechnen Sie die MwSt beim Verkauf im Webshop, sodass Kunden keine ueberraschenden Einfuhrkosten haben.
  • Tools wie DSers oder Oberlo erstellen keine Rechnungen — dafuer benoetigen Sie separate Fakturierungssoftware.
  • Gewinnmargen muessen MwSt, Einfuhrzoelle, Versandkosten und Transaktionsgebuehren beruecksichtigen, um profitabel zu bleiben.

Wie funktioniert die MwSt beim Dropshipping?

Beim Dropshipping sind drei Parteien beteiligt: Sie (der Verkäufer), Ihr Lieferant (z.B. in China) und Ihr Kunde (der Verbraucher). Da die Waren oft von außerhalb der EU kommen, gelten spezielle Regeln.

Seit dem 1. Juli 2021 haben sich die E-Commerce-Regeln erheblich geändert. Die Befreiung für die Einfuhr von Kleinsendungen (unter 22 €) ist entfallen. Das bedeutet, dass für **jede** Sendung von außerhalb der EU MwSt gezahlt werden muss.

Es gibt zwei Szenarien:

1. Sie importieren die Waren (Sie sind der Importeur)
Sie zahlen die Einfuhrumsatzsteuer an den Zoll (oder über Ihren Spediteur). Dann verkaufen Sie das Produkt an Ihren Kunden mit inländischer MwSt (oder der MwSt des Kundenlandes).

2. Der Kunde importiert die Waren (Kunde ist der Importeur)
Dies ist oft der Fall beim AliExpress-Dropshipping. Der Lieferant versendet direkt an den Kunden. Der Kunde trägt das Risiko, an der Tür Einfuhrkosten und MwSt zahlen zu müssen. Das ist katastrophal für Ihre Kundenzufriedenheit!

Die Lösung: IOSS (Import One-Stop Shop)

Um zu verhindern, dass Ihr Kunde an der Tür zahlen muss, können Sie das IOSS-Verfahren nutzen. Dies gilt für Sendungen mit einem Wert bis zu 150 €.

Mit IOSS rechnen Sie die MwSt beim Verkauf in Ihrem Webshop ab (z.B. 19% für einen deutschen Kunden). Diese MwSt führen Sie monatlich über die IOSS-Erklärung ab. Das Paket erhält ein digitales IOSS-Label, wodurch es reibungslos durch den Zoll geht, ohne zusätzliche Kosten für den Kunden.

Viele Plattformen wie Shopify haben Integrationen, um dies zu erleichtern. Aber Vorsicht: Ihre Rechnung muss korrekt sein!

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Rechnungserstellung für Dropshipping

Als Dropshipper sind Sie verpflichtet, eine korrekte Buchhaltung zu führen. Obwohl Sie Verbrauchern nicht immer eine Rechnung senden müssen, ist sie für Ihre eigenen Unterlagen und für Geschäftskunden unerlässlich.

Was muss auf der Rechnung stehen?

• Wenn Sie IOSS nutzen: Geben Sie den berechneten MwSt-Betrag deutlich an.

• Wenn Sie an Unternehmer liefern (B2B): Vorsicht, IOSS ist nur für Verbraucher. Für B2B gelten andere Regeln (oft Steuerschuldumkehr).

• Lieferant außerhalb der EU: Ihre Einkaufsrechnung von AliExpress ist oft keine gültige MwSt-Rechnung. Bewahren Sie sie als Kostennachweis auf.

Dropshipping mit Shopify und Oberlo/DSers

Die meisten Dropshipper nutzen Shopify in Kombination mit Tools wie DSers (dem Nachfolger von Oberlo). Diese Tools automatisieren den Bestellprozess bei AliExpress.

Diese Tools erstellen jedoch **keine** Rechnungen für Ihre Kunden. Sie leiten nur die Bestellung an den Lieferanten weiter. Hier kommt **Winkel Factuur** ins Spiel.

Winkel Factuur verbindet sich mit Ihrem Shopify-Shop und erstellt automatisch eine professionelle Rechnung für jede Bestellung. Unsere Software berücksichtigt die IOSS-Regeln und berechnet die korrekte MwSt pro Land. So halten Sie das Gesetz ein und Ihre Kunden erhalten eine ordentliche Rechnung in ihrer eigenen Sprache.

Häufige Fehler beim Dropshipping

1. Retouren nicht berücksichtigen:
Als Dropshipper sind Sie für Retouren verantwortlich, nicht Ihr Lieferant in China. Sorgen Sie für eine Rücksendeadresse in Ihrem Land.

2. Gewinnmargen zu niedrig einschätzen:
Vergessen Sie nicht, MwSt, Einfuhrzölle (über 150 €), Versandkosten und Transaktionsgebühren einzukalkulieren.

3. Unklare Lieferzeiten:
Seien Sie ehrlich über die Lieferzeit. 'Heute bestellt, morgen geliefert' ist oft unmöglich.

4. Steuerregeln ignorieren:
Die Finanzämter prüfen Dropshipper streng. Stellen Sie sicher, dass Ihre MwSt-Erklärungen korrekt sind.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Dropshipper MwSt berechnen?

Ja. Seit Juli 2021 muss für jede Sendung von außerhalb der EU MwSt gezahlt werden. Die frühere Befreiung für Kleinsendungen unter 22 Euro ist entfallen.

Was ist IOSS und wie hilft es beim Dropshipping?

IOSS (Import One-Stop Shop) erlaubt Ihnen, die MwSt beim Verkauf im Webshop abzurechnen. Das Paket geht dann reibungslos durch den Zoll, ohne dass der Kunde zusätzlich zahlen muss.

Erstellen Tools wie DSers oder Oberlo Rechnungen für meine Kunden?

Nein. DSers und ähnliche Tools leiten nur Bestellungen an den Lieferanten weiter, erstellen aber keine Rechnungen. Dafür benötigen Sie separate Software wie Winkel Factuur.

Was passiert, wenn mein Kunde an der Tür Einfuhrkosten zahlen muss?

Das führt zu großer Unzufriedenheit und Retouren. Nutzen Sie IOSS und berechnen Sie die MwSt beim Verkauf, damit Kunden keine überraschenden Kosten haben.

Welche Fehler machen Dropshipper bei der MwSt am häufigsten?

Die häufigsten Fehler sind: Steuerregeln ignorieren, Gewinnmargen ohne MwSt und Zölle berechnen, unrealistische Lieferzeiten kommunizieren und Retouren nicht berücksichtigen.

Dropshipping-Rechnungen automatisieren?

Vermeiden Sie Ärger mit dem Finanzamt. Winkel Factuur sorgt für korrekte MwSt-Rechnungen für alle Ihre Dropshipping-Bestellungen, inklusive IOSS-Support. 14 Tage kostenlos testen.

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