Blog

Winkel Factuur Insights

14 Tage kostenlos testen Keine Kreditkarte erforderlich Kostenlos testen →
← Zurück zum Blog

XRechnung erstellen: Die komplette Anleitung für Online-Händler

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle in Deutschland ansässigen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können – und für Lieferungen an öffentliche Auftraggeber ist die XRechnung längst Pflicht. Doch eine XRechnung ist kein PDF, das man eben per E-Mail verschickt: Es ist ein strukturiertes XML-Dokument nach dem europäischen Standard EN 16931, mit eigenen Pflichtfeldern und eigenen Übermittlungswegen. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine XRechnung erstellen, welche Angaben zwingend sind, wie Sie aus einer bestehenden PDF-Rechnung eine konforme E-Rechnung machen und welche kostenlosen Tools Ihnen dabei helfen.

5.5.2026 10 Min. Lesezeit E-Rechnung

Eine XRechnung erstellen Sie, indem Sie alle Rechnungsdaten in einem strukturierten XML-Format nach EN 16931 erfassen – inklusive der Pflichtfelder wie Leitweg-ID, USt-IdNr. und Rechnungspositionen. Statt einer PDF entsteht eine maschinenlesbare Datei, die Sie über PEPPOL oder die Plattformen ZRE bzw. OZG-RE übermitteln. Spezielle Rechnungssoftware oder Online-Tools übernehmen die korrekte Struktur und Validierung automatisch.

Online-Händler müssen XRechnungen erstellen, kennen aber weder die Pflichtfelder noch die richtigen Übermittlungswege – das Ergebnis sind abgelehnte Rechnungen und verzögerte Zahlungen. Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie Sie eine konforme XRechnung erstellen, welche Pflichtfelder zwingend sind und wie Winkel Factuur die Erstellung und Validierung automatisiert.

Zusammenfassung

  • Eine XRechnung ist ein reines XML-Format nach dem europäischen Standard EN 16931 – eine per E-Mail versendete PDF gilt nicht als XRechnung.
  • Für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber ist die XRechnung Pflicht; seit Januar 2025 müssen zudem alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können.
  • Zu den Pflichtfeldern gehören Leitweg-ID des Empfängers, Rechnungsnummer, USt-IdNr., Positionen mit Mengen und Preisen sowie Steuerkategorie und Gesamtbeträge.
  • Die Übermittlung erfolgt nicht per einfacher E-Mail, sondern über Plattformen wie ZRE und OZG-RE oder das europäische PEPPOL-Netzwerk.
  • Mit der passenden Software oder einem Online-Tool erstellen Sie XRechnungen automatisch, validieren sie gegen EN 16931 und archivieren sie GoBD-konform.

Was ist eine XRechnung – und warum reicht eine PDF nicht?

Eine XRechnung ist eine elektronische Rechnung in einem rein maschinenlesbaren XML-Format. Anders als eine PDF enthält sie keine visuelle Darstellung, sondern strukturierte Daten, die eine Buchhaltungssoftware automatisch auslesen und verarbeiten kann. Das Format basiert auf dem europäischen Standard EN 16931 und wurde von der KoSIT (Koordinierungsstelle für IT-Standards) als deutscher Standard für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber definiert.

Der häufigste Irrtum: Eine per E-Mail versendete PDF-Rechnung gilt nicht als E-Rechnung im Sinne des Gesetzgebers. Eine PDF ist lediglich ein digitales Abbild – die Daten müssten beim Empfänger weiterhin manuell oder per OCR abgetippt werden. Eine XRechnung dagegen liefert die Daten direkt in einer Form, die Maschinen ohne Zwischenschritt verstehen.

Wenn Sie die Grundlagen der E-Rechnung in Deutschland noch einmal von Grund auf verstehen möchten, lesen Sie zuerst unseren Überblick zur E-Rechnungspflicht in Deutschland. Diese Anleitung konzentriert sich auf den praktischen Teil: das tatsächliche Erstellen einer XRechnung.

XRechnung-Pflicht: Wer muss wann eine XRechnung erstellen?

Die XRechnung ist nicht für jeden Geschäftsvorgang vorgeschrieben, aber die Pflichten weiten sich aus. Der aktuelle Stand:

Rechnungen an öffentliche Auftraggeber (B2G): Hier ist die XRechnung bereits Pflicht. Bund, viele Länder und Kommunen akzeptieren Rechnungen oberhalb bestimmter Schwellen nur noch im strukturierten Format.
Empfangspflicht im B2B: Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle in Deutschland ansässigen Unternehmen E-Rechnungen empfangen und verarbeiten können – auch Kleinunternehmer und Freiberufler.
Versandpflicht im B2B: Die Pflicht, E-Rechnungen an andere Unternehmen zu versenden, wird voraussichtlich gestaffelt zwischen 2027 und 2028 eingeführt, abhängig vom Vorjahresumsatz. Bis dahin gelten Übergangsregelungen.

Wichtig: Diese Fristen und Schwellenwerte sind zeitkritisch und können angepasst werden. Prüfen Sie den genauen Stand für Ihr Unternehmen daher immer beim Bundesfinanzministerium, beim zuständigen Finanzamt oder mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie Ihre Prozesse umstellen.

Für Online-Händler heißt das konkret: Auch wenn Sie überwiegend an Privatkunden verkaufen, sollten Sie jetzt empfangsfähig sein und sich frühzeitig mit dem Erstellen von XRechnungen vertraut machen – spätestens, sobald Sie B2B-Kunden oder öffentliche Auftraggeber beliefern.

Kostenlos testen

Alle Funktionen ohne Kreditkarte testen. Automatische Rechnungen in wenigen Minuten.

Kostenlos testen →
Keine Kreditkarte erforderlich

Die wichtigsten Pflichtfelder einer XRechnung

Eine XRechnung kennt deutlich mehr strukturierte Felder als eine klassische Papierrechnung. Wenn ein Pflichtfeld fehlt oder falsch befüllt ist, wird die Rechnung von der Eingangsplattform abgelehnt. Diese Angaben gehören in jede XRechnung:

Leitweg-ID des Empfängers (bei öffentlichen Auftraggebern zwingend zur Zustellung)
Rechnungsnummer – eindeutig und fortlaufend – sowie das Rechnungsdatum
Verkäuferdaten: Name, Adresse, Steuernummer bzw. USt-IdNr.
Käuferdaten: Name, Adresse und ggf. die USt-IdNr. des Kunden
Rechnungspositionen mit Menge, Beschreibung und Einzelpreisen
Steuerkategorie und Steuerbetrag je Position bzw. je Steuersatz
Gesamtbeträge: Nettobetrag, Steuerbetrag und Bruttobetrag
Zahlungsbedingungen und Bankverbindung (IBAN)

Achten Sie besonders auf zwei Felder, die in der Praxis am häufigsten Probleme machen: die Leitweg-ID, die Sie vom öffentlichen Auftraggeber erhalten, und eine korrekte, gegen das VIES-System geprüfte USt-IdNr. bei B2B-Geschäften. Eine ungültige IBAN können Sie vorab mit unserem IBAN-Validator prüfen, damit die Zahlung nicht ins Leere läuft.

Einen vollständigen Überblick über alle gesetzlichen Angaben – unabhängig vom Format – finden Sie in unserer Checkliste der Pflichtangaben auf Rechnungen.

XRechnung aus einer bestehenden PDF erstellen

Viele Händler haben ihre Rechnungen bisher als PDF erzeugt – etwa aus einem Webshop oder einem Word-Template. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht bei null anfangen. Aus den Daten einer bestehenden Rechnung lässt sich ein strukturiertes E-Rechnungsformat ableiten.

Der Weg führt in der Regel über das UBL-Format (Universal Business Language). UBL ist ein international anerkannter, EN-16931-kompatibler Standard für elektronische Geschäftsdokumente und dient als technische Grundlage sowohl für XRechnung als auch für das PEPPOL-Netzwerk. Wer eine saubere UBL-Datei hat, ist technisch auf dem richtigen Weg zur XRechnung.

Pro-Tipp: Sie haben eine PDF-Rechnung und brauchen schnell ein strukturiertes E-Rechnungsformat? Mit dem kostenlosen PDF-zu-UBL-Konverter erstellen Sie die strukturierte Datei in Sekunden – ganz ohne Abtippen. Für vollautomatische E-Rechnungen aus jedem Verkauf starten Sie hier Ihre kostenlose Testphase →

Reicht das schon? Für reine PDFs, die per E-Mail verschickt werden, gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Konvertierung und Originalerstellung: Liegt der Rechnung kein strukturierter Datensatz zugrunde, basiert die konvertierte Datei auf einer Auslesung. Validieren Sie das Ergebnis daher immer, bevor Sie es offiziell übermitteln.

Schritt für Schritt: XRechnung online erstellen

Mit der richtigen Software ist das Erstellen einer XRechnung schnell erledigt. So gehen Sie vor:

Schritt 1: Empfängertyp bestimmen. Handelt es sich um einen öffentlichen Auftraggeber? Dann benötigen Sie dessen Leitweg-ID. Bei einem Unternehmen prüfen Sie die USt-IdNr.

Schritt 2: Rechnungsdaten erfassen. Tragen Sie alle Pflichtfelder ein – Absender, Empfänger, Positionen, Steuersätze und Gesamtbeträge. Achten Sie auf den korrekten MwSt-Satz (19 %, 7 % oder 0 %).

Schritt 3: Format wählen. Für reine Behörden-Rechnungen wählen Sie XRechnung (XML). Für gemischte Empfänger kann auch ein hybrides Format sinnvoll sein – mehr dazu in unserer UBL-Komplettanleitung.

Schritt 4: Validieren. Prüfen Sie die Datei gegen den EN-16931-Standard. Fehlerhafte XRechnungen werden von den Eingangsplattformen kommentarlos abgelehnt.

Schritt 5: Übermitteln und archivieren. Senden Sie die XRechnung über den korrekten Kanal (siehe nächster Abschnitt) und archivieren Sie die XML-Datei im Originalformat – 10 Jahre lang und GoBD-konform.

Suchen Sie eine Möglichkeit, eine XRechnung kostenlos und ohne Software-Installation zu erstellen? Dann sind cloudbasierte Online-Tools die einfachste Lösung – Sie brauchen lediglich einen Browser und die Rechnungsdaten.

Übermittlung: PEPPOL, ZRE und OZG-RE

Eine XRechnung wird in der Regel nicht einfach als E-Mail-Anhang verschickt. Für öffentliche Auftraggeber gibt es offizielle Übermittlungswege, die Sie kennen müssen:

ZRE (Zentrale Rechnungseingangsplattform): Für direkte Lieferanten des Bundes. Erreichbar per Webupload oder über das PEPPOL-Netzwerk.
OZG-RE: Für Lieferanten, die über Vergabeplattformen beauftragt wurden.
Plattformen der Länder: Viele Bundesländer betreiben eigene Eingangsportale mit jeweils eigenen Vorgaben.
PEPPOL: Das europäische Netzwerk funktioniert wie ein E-Mail-System für E-Rechnungen – über Access Points senden und empfangen Sie Dokumente standardisiert, auch grenzüberschreitend.

Für den B2B-Bereich sind die Übermittlungswege flexibler, solange das Format stimmt. Entscheidend ist, dass der Empfänger das strukturierte Format auch verarbeiten kann. Wer auf PEPPOL setzt, ist für den europäischen Rechnungsaustausch der Zukunft gut aufgestellt – und da PEPPOL auf UBL basiert, sind UBL-fähige Tools bereits die richtige Grundlage.

XRechnungen automatisch erstellen mit Winkel Factuur

Jede XRechnung von Hand zu erstellen, über mehrere Verkaufskanäle hinweg und mit allen Pflichtfeldern, kostet Zeit und ist fehleranfällig. Winkel Factuur ist für Marktplatz- und Webshop-Händler gebaut, die korrekte E-Rechnungen brauchen, ohne über jedes Feld nachdenken zu müssen:

Automatische Rechnungserstellung: Für jede Bestellung auf bol.com, Amazon, Shopify und WooCommerce wird automatisch eine Rechnung erzeugt – im UBL-Format als Grundlage für E-Rechnungen.
Korrekte MwSt- und VIES-Logik: Der richtige Steuersatz je Kundenland, inklusive Reverse-Charge und OSS-Unterstützung für grenzüberschreitende Verkäufe.
Markenkonforme Rechnungen: Alle Belege im eigenen Design, über sämtliche Kanäle hinweg.
Bewertungs-Journeys: Automatische Bewertungsanfragen nach dem Kauf, um mehr Rezensionen zu sammeln.
Buy-Box- und Bestands-Alerts: Benachrichtigungen bei Buy-Box-Verlust und niedrigem Lagerbestand.
Gewinn- und MwSt-Dashboard: Umsätze, Margen und Steuerdaten über alle Marktplätze hinweg im Blick.
Buchhaltungsintegrationen: Direkte Anbindung an Exact Online, AFAS, Twinfield und Snelstart – ohne manuelles Abtippen.

Statt Pflichtfelder und Validierungsregeln selbst zu prüfen, lassen Sie die Plattform die Regeln anwenden – und verkaufen einfach weiter.

Jede Bestellung automatisch korrekt fakturieren

Winkel Factuur erstellt für jeden Verkauf die richtige Rechnung, wendet die korrekte MwSt-Behandlung an, validiert USt-IdNr. und liefert strukturierte E-Rechnungen für bol.com, Amazon, Shopify und WooCommerce. 14 Tage kostenlos testen, Tarife ab 9 €/Monat.

Kostenlos testen →

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich eine XRechnung kostenlos erstellen?

Sie können eine XRechnung kostenlos mit cloudbasierten Online-Tools erstellen, ohne Software zu installieren. Sie erfassen die Rechnungsdaten im Browser, das Tool erzeugt die strukturierte XML-Datei nach EN 16931. Validieren Sie das Ergebnis anschließend, bevor Sie es an einen öffentlichen Auftraggeber übermitteln.

Kann ich aus einer PDF eine XRechnung erstellen?

Ja, indirekt. Aus den Daten einer PDF-Rechnung lässt sich ein strukturiertes UBL-Format ableiten, das als Grundlage für eine XRechnung dient. Da PDFs keine strukturierten Daten enthalten, beruht die Konvertierung auf einer Auslesung – prüfen und validieren Sie das Ergebnis daher immer vor der Übermittlung.

Welche Pflichtfelder muss eine XRechnung enthalten?

Eine XRechnung muss unter anderem die Leitweg-ID des Empfängers, eine eindeutige Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Verkäufer- und Käuferdaten mit USt-IdNr., Rechnungspositionen mit Mengen und Preisen, die Steuerkategorie sowie Netto-, Steuer- und Bruttobeträge enthalten. Fehlt ein Pflichtfeld, wird die Rechnung abgelehnt.

Ist die XRechnung für alle Unternehmen Pflicht?

Für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber ist die XRechnung bereits Pflicht. Seit Januar 2025 müssen zudem alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Die B2B-Versandpflicht wird voraussichtlich 2027 bis 2028 gestaffelt eingeführt. Prüfen Sie den genauen Stand beim Finanzamt oder Ihrem Steuerberater.

Wie übermittle ich eine XRechnung an eine Behörde?

XRechnungen werden nicht per einfacher E-Mail verschickt, sondern über offizielle Plattformen: die ZRE und OZG-RE für den Bund, die jeweiligen Länderportale oder das europäische PEPPOL-Netzwerk. Welcher Weg gilt, hängt vom Auftraggeber ab und steht meist in den Vergabeunterlagen.

Worin unterscheidet sich eine XRechnung von einer normalen PDF-Rechnung?

Eine PDF ist ein digitales Abbild, dessen Daten manuell oder per OCR übertragen werden müssen. Eine XRechnung ist eine strukturierte XML-Datei nach EN 16931, die Software automatisch ausliest und verarbeitet. Nur das strukturierte Format gilt rechtlich als E-Rechnung.

Schluss mit dem manuellen Erstellen von XRechnungen

Winkel Factuur erstellt für jede Bestellung automatisch die richtige Rechnung, wendet die korrekte MwSt-Behandlung an, validiert USt-IdNr. und hält Ihre Rechnungsdaten über bol.com, Amazon, Shopify und WooCommerce hinweg prüfungssicher.

Kostenlos testen → →